Streaming Setup: Vollständige Liste mit allem, was ihr braucht

Streaming Setup: Vollständige Liste mit allem, was ihr braucht

Egal ob ihr gerade anfangt mit dem Streamen auf Twitch oder YouTube und noch nach dem richtigen Equipment sucht oder bereits länger dabei seid und euer Setup verbessern wollt, in diesem Artikel zeige ich euch, worauf ihr bei den verschiedenen Bestandteilen eures Streaming-Setups achten solltet.

Internet

Dass ihr eine Internetverbindung benötigt, sollte wohl jedem klar sein. Welche Geschwindigkeit benötigt wird, ist weniger bekannt und darauf wollen wir daher kurz eingehen. Twitch empfiehlt folgende Bitraten auf einer Encoding-Hilfeseite:

1080p 60fps4.500kBit/s – 6.000kBit/s
720p 60fps3.500kBit/s – 5.000kBit/s

Diese Bitrate muss eure Internetleitung im Upstream mindestens bereitstellen. Habt ihr beispielsweise eine 16MBit/s Leitung eines großen deutschen DSL-Anbieters, so verfügt diese zwar über 16MBit/s im Downstream, jedoch nur über 2,4MBit/s (2.400kBit/s) im Upstream und entsprechend zu wenig, um die minimal empfohlene Bitrate für 720p 60fps zu erreichen. Als Lösung könnt ihr nun entweder die Auflösung und Bitrate herunterstellen oder euch eine schnellere Internetleitung, wie z.B. eine ebenfalls von diesem Provider angebotene mit 50MBit/s im Downstream und 10MBit/s (10.000kBit/s) im Upstream.

Software

Euer Computer muss mit einer Software ausgestattet sein, die zu eurer gewünschten Plattform streamen kann. Zu den beliebtesten Lösungen gehören die folgenden:

Welche der Lösung für euch am besten funktioniert, müsst ihr ausprobieren und für euch entscheiden. Persönlich nutze ich meist Streamlabs OBS oder das reine OBS.

Beleuchtung

Vermutlich einer der wichtigsten und gleichzeitig am häufigsten vernachlässigten Punkte ist die Beleuchtung. Wenn die Bildqualität der Webcam nicht gut ist, versuchen es die meisten mit einem besseren und teureren Modell. Was allerdings bei der Bildqualität immer am wichtigsten ist, ist viel Licht. Mit dem Elgato Key Light* bietet Elgato eine sehr funktionsreiche Lösung, die keine Wünsche offen lässt. Allerdings ist das Gerät auch nicht ganz günstig und stellt absolut kein Muss dar.

Wer auf Steuerung per Software oder Stream Deck verzichten kann, kommt mit weit günstigeren Lösungen aus. Ich persönlich nutze eine LED-Leuchte des Herstellers Neewer*, die über zwei Dimmer für kaltweißes und warmweißes Licht verfügt. Damit könnt ihr die Farbtemperatur komfortabel und stufenlos anpassen, um das für eure Umgebung perfekte Lichtbild zu erzeugen. Für optimale Ergebnisse verwendet ihr am besten zwei Lichtquellen oder reflektiert

Webcam

Eine Webcam ist prinzipiell kein Muss, macht den Stream aber persönlicher, da eure Zuschauer wissen, mit wem sie es zu tun haben. Solltet ihr bereits eine Webcam besitzen aber mit der Bildqualität nicht zufrieden sein, rate ich zunächst dazu, die Lichtverhältnisse zu verbessern, siehe Beleuchtung. Solltet ihr eine neue Webcam benötigen, weil dies nicht zu Besserungen führt oder ihr noch gar keine besitzt, kann ich euch die Logitech C922* wärmstens empfehlen.

Es handelt sich dabei um den Nachfolger der unter Streamern extrem beliebten Logitech C920. Die neue Variante unterstützt nun auch 60 FPS bei 720p und macht daher vor allem Sinn, wenn ihr mit 60 Bildern pro Sekunde streamt, was bei den meisten der Fall sein sollte. Des Weiteren könnt ihr bei diesem Modell über die Software den Hintergrund entfernen. Dies funktioniert bei ausreichend Licht sogar ziemlich gut und stellt eine preisgünstige Alternative zu einem vollwertigen Green Screen dar.

Mikrofon

Komischerweise legt der Großteil der Streamer den Fokus auf eine möglichst gute Bildqualität und denkt erst im zweiten Schritt daran, die Audioqualität zu verbessern. Dabei ist eine schlechte Videoqualität von Zuschauern viel besser zu ertragen. Schaut euch das nachfolgende Video an und urteilt selbst.

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Welches Mikrofon solltet ihr nun also verwenden? Aufgrund der unzähligen Lösungen, ist das Ganze nicht leicht zu beantworten und ich werde dazu auch noch mal einen umfassenden Artikel schreiben und hier verlinken. Prinzipiell könnt ihr zwischen Klinke-, USB- und XLR-Mikrofonen wählen. Zu einem Klinke-Mikrofon solltet ihr nur greifen, wenn ihr keine andere Möglichkeit habt. Den Standard für hochwertige Aufnahmen stellen XLR-Mikrofone dar, die allerdings ein Audio-Interface mit XLR-Eingang benötigen und entsprechend schnell zu höheren Kosten führen können.

Eine hochwertige USB-Lösung bietet Rode mit dem NTUSB*. Das Gerät kommt direkt mit einem hochwertigen Metall-Popschutz, einem kleinen Stativ und einer Tonqualität, die selbst Profis überzeugt. Wer keine Kompromisse bei der Qualität eingehen will, aber selbst kein Audio Interface besitzt und sich keins anschaffen möchte, sollte zu diesem Modell greifen.

Wer bereits ein Audio Interface nutzt oder in Zukunft nutzen möchte, der sollte einen Blick auf das Rode Procaster* werfen. Dieses wird unter anderem von Gronkh verwendet, benötigt aber auch einen relativ starken Vorverstärker, um ein ausreichend lautes Signal zu erzeugen. Entsprechend sollte das Gerät nur mit hochwertigem Verstärker bzw. Audio Interface verwendet werden und ist eher für erfahrene Nutzer geeignet.

Headset

Solltet ihr noch über kein Headset verfügen, solltet ihr euch zum Streamen eins zulegen. Damit vermeidet ihr, dass man euren Spielsound über euer Mikrofon hört. Solltet ihr auch kompetitive Shooter spielen, macht ein Headset mit virtuellem Surround Sound Sinn. Damit könnt ihr bei Schritten und Schüssen eurer Gegner besser einordnen, von wo diese kommen.

Ich habe mich für das Corsair HS60* mit 7.1 Surround Sound entschieden und bin damit seit Anfang an rundum zufrieden. Bei anderen Headsets hatte ich bereits das Problem, dass sich der Stoff an den Kopfmuscheln löst. Dies habe ich bei dem Corsair Headset noch nicht beobachtet und es sieht nach gut einem Jahr noch aus wie am ersten Tag.

Green Screen

Ob ihr einen Green Screen verwenden wollt oder nicht, hängt primär von eurer eigenen Präferenz und eurer Studioumgebung ab. Bei mir macht die Verwendung Sinn, da ich keinen schönen Hintergrund hinter mir habe und dies meinen Zuschauern nicht zumuten möchte. Außerdem spart es Platz auf dem Bildschirm, weil kein “Kasten” angezeigt wird, sondern der Raum auf meine Silhouette begrenzt wird. Vor allem bei Streams, die sich auf die Kommunikation (Just Chatting) fokussieren, finde ich einen schönen Hintergrund jedoch viel persönlicher und freundlicher als ein Green Screen. Wer wenig Platz hat und eine sehr flexible Lösung sucht, ist mit dem Elgato Green Screen* optimal beraten.

Der Green Screen lässt sich einrollen und verschwindet bei mir bei Nichtverwendung unter dem Schreibtisch. Um ihn zu nutzen, muss lediglich die Klappe geöffnet, die Füße ausgeklappt und der Hintergrund herausgezogen werden. Innerhalb von 30 Sekunden habt ihr damit einen perfekten Green Screen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Screen im Metallkasten perfekt geschützt ist.

Capture Card

Wenn ihr auch das Bild von Konsolen wie einer PlayStation 4, Xbox One oder Switch abgreifen und in euren Stream einbinden wollt, benötigt ihr eine Capture Card. Diese wird entweder per USB oder PCI Express an den Computer angeschlossen. Sie verfügt über einen HDMI-Eingang, um das Bild der Konsole zu empfangen und einen HDMI-Ausgang, um das Bild möglichst ohne Verzögerung an euren Bildschirm weiterzugeben. Dazwischen sorgt der USB- oder PCIe-Anschluss dafür, dass das Bild auch auf euren Computer übertragen wird.

Für die meisten wird eine 1080p 60FPS Capture Card ausreichen. Dafür bietet Elgato sowohl eine externe USB Capture Card*, als auch eine interne PCI Express Capture Card*. Solltet ihr auf einer 4K-Konsole in 4K spielen, solltet ihr allerdings im Hinterkopf behalten, dass ihr dann auf eurem Bildschirm auch nur in 1080p spielen könnt. Wer keine Verluste bei der Auflösung in Kauf nehmen möchte, muss zu einer 4K Capture Card greifen. Ich nutze dazu die AverMedia Live Gamer 4K*. Darüber hinaus habt ihr hiermit die Möglichkeit, in 4K aufzuzeichnen – dafür ist aber auch eine entsprechend starke Hardware notwendig.

Tastatur & Maus

Ihr werdet euch sicher fragen, was eine spezielle Maus oder Tastatur mit dem perfekten Setup zu tun hat. Nun, bei der Maus kommt es tatsächlich weniger auf ein bestimmtes Modell an aber bei der Tastatur kann es Sinn machen, diese auf ihre Tipplautstärke zu überprüfen. Vor allem bei empfindlichen Mikrofonen kann dieses sonst zu störenden Geräuschen im Stream führen.


Wie sieht euer Setup aus? Benötigt ihr Hilfe bei der Auswahl des richtigen Zubehörs? Schreibt es gern in die Kommentare.

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